Ausgabe #63: Dunkin‘ Donuts heißt jetzt Dunkin‘


Man findet potentielle Investments wirklich überall im täglichen Leben. Vor kurzem hat in Regensburg ein Dunkin‘ Donuts Store eröffnet. Diese Tatsache genügt mir um einen Artikel über das börsennotierte Unternehmen hinter den leckeren Donuts zu verfassen.

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Homer Simpson (Quelle: Giphy)

Dunkin‘ Brands – Kurzportrait

Zu dem amerikanischen Konzern zählen die beiden Ketten Dunkin‘ Donuts bzw. Dunkin‘ und Baskin-Robbins. Der erste Dunkin‘ Donuts wurde 1950 in Quincy, Massachusetts eröffnet. Seitdem wuchs die Kaffee-&-Donut-Kette auf aktuell 12.400 Läden in 46 Ländern. Dunkin’ beschreibt sich heute als „America’s favorite all-day, everyday stop for coffee and baked goods.” Baskin-Robbins wurde 1945 in Glendale, Kalifornien gegründet. Die US-amerikanische Eisdielen-Kette umfasst derzeit 7.900 Stores in 52 Ländern und ist somit laut eigenen Angaben „the world’s largest chain of ice cream specialty shops.“

Mit über 20.000 Läden in 60 verschiedenen Ländern ist Dunkin‘ Brands einer der führenden Quick Service Restaurants Unternehmenim BereichKaffee, Gebäck und Eiscreme. Das Geschäftsmodell ist zu 100% auf Franchising ausgelegt. (Vgl. Dunkin‘ Brands: https://www.dunkinbrands.com)

Dunkin‘ Commercial mit Eishockeyspieler David Pastrňák (Quelle: YouTube)

Die Blaupause

2018 eröffnete Dunkin‘ Brands weltweit 392 neue Läden (davon 278 in den USA). Damit wurde die Wachstumsstrategie von Dunkin‘ fortgesetzt. Das Unternehmen fokussiert sich auf vier Eckpfeiler, welche als Blueprint bezeichnet werden: Menu Innovation, Restaurant Excellence, Unparalleled Convenience, Brand Relevance

Ein Schlüsselpunkt, der 2018 in diesem Zusammenhang umgesetzt wurde, waren die Next Generation Restaurants (NextGen). Dieses neue Ladenkonzept bietet nicht nur ein moderneres Design oder eine höhere Technologiefokussierung, sondern soll ebenfalls die Customer Experience optimieren. 2018 wurden 130 dieser Läden gebaut bzw. umgebaut. Die ursprüngliche Zielvorgabe lag bei 50 Stores. (Vgl. Dunkin‘ Brands: Annual Report 2018)

Zudem wurde 2018 der neue Markenname von Dunkin‘ Donuts enthüllt. Dunkin‘ Donuts wurde schlicht und ergreifend in Dunkin‘ umbenannt. David Hoffmann, CEO von Dunkin‘ Brands, bezeichnete die Namensänderung der Marke als „[…] one of many things we are doing as part of our blueprint for growth to modernize the Dunkin’ experience for our customers. From our next generation restaurants, to our menu innovation, on-the-go ordering and value offerings, all delivered at the speed of Dunkin’, we are working to provide our guests with great beverages, delicious food and unparalleled convenience. We believe our efforts to transform Dunkin’, while still embracing our incredible heritage, will keep our brand relevant for generations to come.” (Vgl. Dunkin‘ Brands: https://news.dunkindonuts.com/news/releases-20180925)


Man wächst so vor sich hin

Die meisten Neueröffnungen verzeichnete Dunkin‘ im Segment Dunkin’ U.S. mit 278 neuen Stores (3% Wachstum im Vergleich zum Vorjahr), gefolgt von den Segmenten Baskin-Robbins International mit 69 und Dunkin’ International mit 55 Neueröffnungen. Die einzige Sparte mit rückläufigen Zahlen war Baskin-Robbins U.S., hier wurden unterm Strich 10 Läden geschlossen. Insgesamt wuchs die Anzahl der Stores um knapp 2%. Damit bleibt Dunkin’ U.S. mit 9.419 Filialen das größte Segment hinsichtlich der Filialanzahl. Die Sparte nimmt ca. 45% der weltweit 20.912 Filialen ein. Das Unternehmen wächst gemäßigt und kontinuierlich vor sich hin.
Wie auch bei der Filialanzahl ist Dunkin’ U.S. in Sachen Umsatz die führende Sparte mit über 600 Mio. US-$ in 2018, eine Steigerung um ca. 3% im Vergleich zum Vorjahr. 

2018 konnte der gesamte Unternehmensumsatz um knapp 4% auf 1,3 Mrd. US-$ gesteigert werden. Aufgrund von höheren Zinsaufwendungen und vor allem höheren Steuerrückstellungen sank der Jahresüberschuss jedoch um über 15% auf 230 Mio. US-$. Das operative Ergebnis konnte das Unternehmen aber um über 5% auf 412 Mio. US-$ steigern. Damit besitzen die US-amerikanischen Donut-Spezialisten eine EBIT-Marge von über 30%.

Dunkin‘ Brands war für Investmentlegende Peter Lynch (Autor von „Der Börse einen Schritt voraus“) eines seiner Lieblingsbeispiele für seine sognannten Tenbagger – Unternehmen, deren Aktienkurs sich verzehnfachten. Dass das Unternehmen heute noch diese Wachstumsqualitäten wie damals hat, darf man sicherlich bezweifeln. Jedoch hat sich Lynch nie wirklich festgelegt über welchen Zeitraum eine Vervielfachung des Aktienkurses stattfinden müsste um ein Multibagger zu sein. Ab einer bestimmten Größe können Unternehmen ihre Wachstumsraten nicht mehr aufrechterhalten. Das liegt in der Natur der Sache. Ich kann lediglich sagen, dass Dunkin‘ einen durchaus soliden Eindruck macht und … ich mag die Donuts. Trotzdem hat sich der Aktienkurs des Unternehmens in den letzten 3 Jahren fast verdoppelt und auch wenn die Donuts lecker sind, hat der Preis (der Aktie) bei diesen Entscheidungen einen höheren Stellenwert. 


Und jetzt seid ihr wieder gefragt: Wie steht ihr zu Dunkin‘ Brands? Seid ihr investiert? Welche Unternehmen aus der Branche habt ihr auf eurer Watchlist? Und gaaanz wichtig: Schmecken euch die Donuts? Haut in die Tasten und schreibt uns eure Meinung – gerne auch auf Facebook oder Instagram. Für interessante Diskussionen könnt ihr euch auch unserer Facebook-Gruppe The Value Investing Circle anschließen.
Außerdem könnt ihr hier einen Blick auf unser wikifolio werfen.


Abschließend, wie immer, noch einen schönen Tag und viel Spaß und Erfolg beim Investieren! 😉


Euer freundlicher Value Investor aus der bayrischen Nachbarschaft


Daniel „D!“ Bleicher


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